Schlager-Reise durch die 70er Jahre

T-Art-Orte : Vergnüglicher Nostalgieabend mit den "Tonsüchtigen" im Idsteiner "SPEICHER" Aus der Idsteiner Zeitung von Marion Diefenbach IDSTEIN - Mit schwungvollem „Theater, Theater“ von Katja Ebstein eröffnet die Sängerin im bunten Blümchenkleid und Schlaghose mit gelbem Stirnband über den hellblonden Locken und gelben Peace-Ohrringen die unterhaltsame Zeitreise durch die 70er Jahre unter dem Titel „Alles nur Theater“ im voll besetzten Idsteiner Speicher. Von Mary Roos bis Mireille Mathieu, von Boney M. bis Henry Valentino – die „Tonsüchtigen“ alias Silke Walde und Michael Knopke servieren ihr stimmungsvolles Potpourri mit viel Humor und komödiantischem Talent und rufen dabei beim altersmäßig entsprechenden Publikum erkennbar viele Erinnerungen wach. Ohrwürmer wie „Er gehört zu mir“ (Marianne Rosenberg) oder „Im Wagen vor mir“ (Henry Valentino), Peppiges von Abba wie „Dancing Queen“ oder „Mamma Mia“, Gefühlvolles wie „Nur die Liebe lässt uns leben“ (Mary Roos) oder ein Megamix von Boney M. präsentiert Walde, studierte Opernsängerin und Gesangslehrerin an der Musikschule Hünstetten-Taunusstein, mit voluminöser Sopranstimme und teilweise erfrischend frechem Gesichtsausdruck. Ausbildung im Chorgesang Bei Duetten wie „Sommermelodie“ (Cindy und Bert) oder „Du gehst fort“ (Adam und Eve) übernimmt der Limbacher Michael Knopke, sonst für die Begleitung am Keyboard zuständig, den zweiten Gesangspart. Er hat seine musikalische Ausbildung bei den Limburger Domsingknaben genossen und leitet mehrere Chöre, etwa in Niederbrechen, Limbach und Frankfurt, ist aber auch an der Musikschule tätig. Erstmals zur rhythmischen Unterstützung dabei ist Anke Kirstein, die mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten vor allem bei den poppigeren Songs den Takt angibt. Und während manche Pophits wie etwa „Nur die Liebe lässt uns leben“ oder „Mamma Mia“ infolge der Tremoli und der hohen Tonlage etwas gewöhnungsbedürftig bleiben, gewinnen andere – wie etwa „Super Trooper“ (Abba) – in tieferer Lage einen wunderbar weichen Klang. Eine besondere Note verleihen die Künstler dem Abend nicht nur durch die informativen Ankündigungen jedes Songs etwa mit Originalinterpret und Erfolg oder Scheitern beim Grand Prix, sondern vor allem geschickt eingeflochtene, heitere Texte wie etwa „Die Führerscheinprüfung“ von Otto oder „Kleiderwahl“ von Loriot, die mit erkennbarem Spaß vorgelesen oder gespielt werden. Die „Tonsüchtigen“ haben sich vor etwas mehr als drei Jahren formiert und nach Zusammenstellungen zu den 20er, 50er und 70er Jahren sowie Evergreens und Weihnachtsprogrammen inzwischen ein neues Programm mit vielen Chansons, das sie unter dem Titel „Berlin – Paris – Wien“ bereits erfolgreich in Wallbach aufgeführt haben. Sie werden außerdem mit anderen Künstlern beim 10. Speicher-Jubiläum am Sonntag, 21. Juni, um 11 Uhr den musikalischen Frühschoppen mitgestalten.

Die Tonsüchtigen

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