Einladung zur Sinnesreise

Aus der Idsteiner Zeitung vom 06.11.2012 „Sinnesreise durch die Welt der Abstraktion und des Naturalismus“ titulieren die Malerinnen Marlies Schmitt und Angelika Schönborn ihre aktuelle Bilderausstellung im Speicher und die Werke halten, was der Titel verspricht: Die Bilder leuchten in fröhlichen Farben dem Betrachter entgegen und lassen den trüben November vor der Tür. Abstrakte Werke sind gleichermaßen vertreten wie naturgetreue Darstellungen von Tieren, Menschen und Pflanzen. Dabei lädt die farbenprächtige Ausstellung jeden ein, seine eigene Sinnesreise beim Betrachten der Bilder zu beginnen, erinnert uns an unseren letzten Urlaub, macht uns Lust auf den kommenden oder lässt uns aufmerksamer durch die Natur gehen. Bilder sind auch Schauplätze, schauen und eingehend betrachten ist erwünscht, um zu begreifen, die eigenen Sinne zu schärfen. Marlies Schmitt, geboren 1953 im Siegerland, war schon immer künstlerisch aktiv, malt seit einigen Jahren bevorzugt mit Acrylfarben. Ihre meist abstrakten, ausdrucksstarken Bilder sprühen vor Farbe und spiegeln die Freude und Energie wider, die Marlies Schmitt beim Malen empfindet. Ruhige Kompositionen sind zu sehen, ebenso Werke, die ihre Spontanität und ihren Ideenreichtum aufzeigen. So zeigt ihr Werk „Unterwelt“ zwar einen roten Feuerball und viel Dunkelheit, doch gelbes Licht verheißt wiederum Gutes und damit Hoffnung. Verarbeitete Palmenrinde lässt den letzten Urlaub im Süden erahnen. Angelika Schönborn wurde 1964 in Wiesbaden geboren und war von Kindesbeinen an mit Malstift und Farben vertraut. Zur Darstellung mit Acrylfarbe kam sie vor einigen Jahren, ebenso wie Marlies Schmitt, über Kunstkurse, zuletzt bei der Künstlerin Kirsten Kötter. Die Motive von Angelika Schönborn sprechen vor allem diejenigen Betrachter an, die Freude an der Natur haben. Alle Werke sind farbenfroh und positiv. Eine realistische Wiedergabe mit moderner, leichter Pinselführung findet man ebenso wie Bilder mit vorsichtiger Ablösung vom Realen. Ihr Wunsch ist es, den vergänglichen Augenblick festzuhalten und Licht und Farbe in einem ganz bestimmten Moment zum Ausdruck zu bringen. Das Bild „Ich war´s nicht…“ sagt der Mops, zeigt den Hund mit solch verzagtem Blick, dass der Betrachter sich ein Schmunzeln nicht verkneifen kann. Einem anderen Besucher der Ausstellung hat es der „Gute-Laune-Frosch“ angetan. Den müsste man sich neben den Badspiegel hängen, meinte er, dann könne der Tag nur gut beginnen…

„Ich war´s nicht“ A.Schönborn

Alle Meldungen