Frühschoppen im Hof des Speichers - Eintauchen in eine Welt

Frühschoppen im Speicher mit Wein, Brezeln und toller Musik der Frankfurter „Saxomaniacs“. Acht Saxophone in den Klangfarben Bariton, Alt, Tenor und Sopran, dazu ein Schlagzeug, Bass, Elemente von Querflöte und Gitarre, bereichert um die Klänge eines Keyboards: Diese klangvolle Mischung verwandelte den Innenhof des Idsteiner Speichers am Sonntag für zwei Stunden in eine Welt voller Töne.

Die Saxomaniacs

Der Tag bot weitaus mehr als Funk, Blues, Latin-Jazz und anderen musikalischen Leckerbissen – bei Wein und Brezeln, Sonnenschein und Keramik-Kunst der Glashüttener Keramikerin Ines Nickchen war es ein echter Genießer-Frühschoppen. Vierzehn Musiker der Frankfurter Formation „Saxomaniacs“ – übersetzt „die Saxophon-Besessenen“ - stellten Teile ihres Repertoires einem großen Publikum vor.
Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm, das von Klassikern wie „Pick up the pieces“, mit einem langen Schlagzeugsolo, über Blues, der in seinem getragenen Tempo dem gospeligen Südstaatensound Rechnung trug, bis hin zur Premiere des Stücks „Waltz for Spring“ reichte, das die die Gruppe bislang nur in privatem Kreis aufgeführt hatte,. Passend zu der heiteren Atmosphäre des Sommertages auch eine Melodie aus dem Latin-Jazz: „Sudden Samba“. Mit seiner hellen Tonlage, dem swingenden Sound und einem Querflötensolo lud es zum Träumen ein. Den Abschluss bildete eine Variation der Titelmelodie aus James Bonds „Diamonds are forever“ und des James Bond Themas, die übergangslos miteinander verbunden wurden.

Moderiert wurde der Auftritt der ambitionierten Hobbymusiker von Christian Schröder, einem freiberuflichen Musiker und Übungsleiter. Er betonte, dass die Gruppe sich durch die Vielfältigkeit ihres Repertoires und das leidenschaftliche Spiel auszeichnet: „Mir ist es wichtig, dass die Musiker mit dem Herzen dabei sind und wir innerhalb der Band eine sehr gute Atmosphäre haben. Das Publikum spürt dann echte Begeisterung“, sagte er mit Überzeugung.

Die große Spielfreude war den vier Frauen sowie zehn Männern anzumerken, und sie übertrug sich schnell auf die anwesenden Besucher, vom Kleinkind bis hin zu Senioren. Reike Veldman, die Betreiberin des Idsteiner Speichers, hatte sowohl den Innenhof und die Garage geöffnet als auch ihre an die Ausstellungsräume angrenzende Terrasse und den zum Hof hin liegenden Wintergarten dem Publikum zur Verfügung gestellt. So saßen die Musikinteressierten auf Stühlen und Bänken zusammen, lehnten sich über die Balustrade des Balkons oder lugten aus den Fenstern des Wintergartens in das mit Kapuzinerkresse und violett blühenden Trichterwinden malerisch anmutende Areal rund um den Trompetenbaum.
Das Publikum war entsprechend begeistert: „Herrliches Wetter, ein schönes Ambiente und die gut hörbare Musik. Es könnte nicht besser sein“, waren sich vier Besucherinnen aus Kröftel einig.

Von Susanne Gross

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